Spieglein . . . Spieglein . . .

Aktualisiert: 16. Dez 2020


Ein Spätherbsttag im Salzburger Land.

Heute bin ich allein unterwegs und zwar auf der Fahrt in den Salzburger Lungau.

Ich möchte eine schon länger geplante Seentour in das salzburg-steirische Grenzgebiet machen.

Das Wetter scheint im Süden etwas besser zu sein, als bei uns im Flachland, wo der Hochnebel herrscht.

Ich fahre also guten Mutes von Salzburg los und schon am Radstädter Tauern bewahrheitet sich die

Wetterprognose und es scheint ein strahlend sonniger Tag zu werden.

Leider bin ich für meine Verhältnisse etwas spät dran,

die Sonne steht schon relativ hoch am Himmel und beleuchtet eine grandiose . . . . Winterlandschaft!

Die Herbstfarben im Winterkleid; Fotografenherz was willst du mehr . . . ,

aber ich darf mich nicht zu lange aufhalten, das Ziel ist ja die Krakauebene in der Murauer Region.

Bei der Abfahrt vom Radstädter Tauern tauche ich leider wieder in eine graue, dunkle Nebelsuppe ein,

aber der erste See, den ich anfahren möchte, der Prebersee, liegt ja auf ca. 1500 Seehöhe

daher hoffe ich, über die Nebelgrenze hinaus zu kommen.

Aber es wird doch noch spannend, erst kurz vor dem See schimmert es blau durch die Wolkendecke

und ich weiß; der Fototag ist gerettet, der Blick auf den leeren Parkplatz zeigt mir, ich bin auch hier allein unterwegs.

Der Preber hat eine Schneehaube und spiegelt sich wunderbar in seinem gleichnamigen See.

Ich umrunde den See und drücke immer wieder auf den Auslöser der Kamera, es ist einfach zu schön.

Aber ich will noch weiter zum Schattensee und zum Etrachsee und fahre durch eine traumhafte Herbstlandschaft

in die angrenzende Steiermark. Der Schattensee liegt trotz Mittagszeit schon im Schatten.

Er wird seinem Namen also gerecht, daher halte ich mich nicht lange auf und fahre weiter zum Etrachsee.

Der Etrachsee liegt im Krakautal, einem Hochplateau in den Schladminger Tauern

und ist bekannt für seine tollen Spiegelungen; ich bin also erwartungsvoll angespannt.

Und meine Erwartungen werden sogar noch übertroffen, kein Windhauch regt sich

und der See präsentiert sich als unvergleichliches Spiegelbild! Ein fotografischer Volltreffer!

Ich staune nur noch, noch nie habe ich, trotz vieler Gelegenheiten, einen so vollkommenen Seespiegel gesehen.

Nach einiger Zeit des Genießens mache ich mich wieder auf den Heimweg, ohne nicht noch ein paar Handyfotos

zu schießen für meinen Freund Hans, der heute das Bett vorgezogen hat und zuhause geblieben ist.

Ein bisschen Schadenfreude muss sein . . .


lG Erich

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