Südsteiermark

Denkt man an die Südsteiermark, dann fällt jedem Fotografen fast zwangsläufig die Südsteirische Weinstraße ein,

besonders im Herbst ein Eldorado für Fotografen. Natürlich wollten auch wir uns dieses "Schmankerl" nicht entgehen lassen,

wir; das ist Albert, ein langjähriger Freund und Begleiter meiner Foto-und Filmtouren,

inzwischen etwas in die Jahre gekommen, aber weitgehend gesund und immer neugierig; und meine Wenigkeit.

So war der Entschluss bald gefasst, das Vorhaben auch umzusetzen, solange das angesagte Wetter hält.

Als wir um 4 Uhr früh in Bischofshofen ins Auto steigen, breitet sich über uns ein wolkenloser Sternenhimmel aus,

unser Wunsch nach einer herbstlichen Nebelstimmung scheint sich nicht zu erfüllen,

aber wir haben ja eine 3 stündige Fahrt vor uns und da kann sich vieles ändern.

Und tatsächlich, schon im Grazer Becken umhüllt uns dichter Nebel, fast zuviel des Guten!

Unser Ziel ist Leutschach an der südsteirischen Weinstraße und kurz vor der Ankunft

lichtet sich aber der Nebel und gibt den Blick auf eine atemberaubende Landschaft frei!



Wie immer in solchen Situationen macht sich eine gewisse Nervösität breit; etwas hektisch suchen wir einen geeigneten

Fotostandplatz. Immer noch überwältigt von der tollen Morgenstimmung, versuche ich, möglichst viele unterschiedliche

Perspektiven auf das Bild zu bekommen, was bei dieser Motivvielfalt ja nicht allzu schwer ist.

Die Staffelung der einzelnen Hügel im morgentlichen Gegenlicht ist ja seit langem eines meiner Lieblingsmotive.



Erst nach fast einer Stunde lösen wir uns der fantastischen Stimmung und fahren weiter, aber wir kommen nicht weit, denn

zwischen Gamlitz und Ehrenhausen tun sich nach jeder Straßenbiegung neue Motive auf und immer wieder klicken die Kameras.




Zeitgemäße Weinbauarchitektur bestimmt hier das Landschaftsbild. Sehr schön ist zu sehen, die Art und Weise,

wie man seit Generationen die Weinberge, Streuobstwiesen, Wälder und Äcker kultiviert.

Besondere Kennzeichen der Südsteirischen Weinstraße sind das ständige Auf und Ab der schmalen Straßen

mit ihren vielen Kurven und die zahlreichen Klapotetz (Windmühlen), die den Straßenverlauf säumen.



Ursprünglich wurde der Klapotetz zum Vertreiben der Vögel aus dem Weingarten genutzt, heute ist er vielmehr Symbol für die Weinbautradition in der Steiermark. Er besteht aus mindestens fünf verschiedenen Holzarten, klappert von Jakobi (25. Juli) bis Martini (11. November) und ist eine Holzkonstruktion mit sechs oder mehr Flügeln und einem Buschen, um sich ideal nach dem Wind auszurichten.


Nach ca. 6 Stunden anstrengendem Fotografieren und Filmen gönnen wir uns im Restaurant Wohlmuth - Lückl

in Kitzeck im Sausal ein vorzügliches Mittagessen, bevor wir notgerungen wieder die Heimfahrt antreten.

Was bleibt, ist die Erinnerung an einen wunderschönen Fototag in der Südsteiermark, den wir sicher wiederholen werden.








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